In Kooperation mit der Kunst-  und Kreativtherapeutin Eva Müller, Inhaberin von Atelier & Galerie Eva Müller und Dozentin an der VHS sowie der JUNGE VHS Völklingen, fand am Warndt-Gymnasium vom 02.10 bis 06. 10 17 der Workshop „Kreativität ist keine Hexerei“ statt.

16 Jugendliche nahmen an diesem Projekt teil. Ziel dieser Freizeit war es, den Teilnehmern bewusst zu machen, dass jeder eine kreative Ader besitzt, die er auch ganz ohne Vorkenntnisse gestalterisch ausleben kann.

Dies gelang insofern, als die Teilnehmer zu Beginn des Kurses die Möglichkeit hatten, ihrer Fantasie in ihrem eigenen Bild freien Raum zu lassen.

Nach einer Einführungsphase entstanden 16 Einzelbilder ganz unterschiedlicher Art. Es wurden entweder Themen umgesetzt, die sich später auch im Gemeinschaftsbild wiederfanden, oder die Schüler nahmen Bezug auf ihre Ferienerlebnisse im Sommer bzw. stellten ihre Haustiere oder ihr Hobby im freien Kontext dar.

Die Jugendlichen bastelten auch Memorykarten. Jedes Kind erhielt hierzu zwei dicke Passpartout-Kartons, auf denen es dann einen Gegenstand oder eine Situation zweifach malen konnte. Zur besseren Identifizierung der so kreierten Kartenpaare erhielt jedes Kartendoppel den Namen des Teilnehmers, der die Karten gestaltet hatte. Damit beschäftigten sich die Jugendlichen im Team während der Trocknungsphasen der Bilder.  So entstanden im Laufe der Woche über 40 Kartenpaare.

Die Teilnehmer arbeiteten mit Acrylfarben, Softpastellkreiden und verschiedenen Stiftarten. Als Werkzeuge kamen Pinsel, Schwämme sowie Spachteln zum Einsatz, so dass die Teilnehmer erste Erfahrungen mit den verschiedenen Maltechniken machen konnten.

Im besonderen Fokus standen auch Teambildung und Förderung der Teamfähigkeit. Hierzu diente die Gestaltung des Gemeinschaftsbildes mit dem Motto „Die verrückte Stadt“. Zunächst überlegten alle, was zur verrückten Stadt gehört: eine Katze, ein verrücktes Haus, ein großes Flugzeug, ein Heißluftballon, viele versteckte Tiere, ein Baum, ein Hamburger … Jeder brachte seine Ideen ein, und so wuchs und wuchs die Stadt.  Zum Abschluss wurde das Bild mit Glitzer verziert und erhielt mit Wackelaugen und kleinen Blümchen den letzten Schliff.

Die Teilnehmer lernten bei der Sammlung und Umsetzung der Ideen, auch kreative Vorschläge anderer zu akzeptieren, diese im Bild gemeinsam umzusetzen und sich gegenseitig wertzuschätzen.

Zum Abschluss gab es auch noch Tipps und Tricks im Portraitzeichnen. Der Spaßfaktor war sehr hoch, als der Theorie die Praxis folgte und jeder sein Gegenüber abzuzeichnen versuchte.

Barbara Kessler-Klein